Chronik
1784 | |
| "Bericht über die Herstellung eines Weines, der bei den Nomaden Kumys genannt wird sowie über dessen Verwendung in der Heilkunde", verfasst von Doktor John Greeve schottischer Arzt, der in der russischen Armee Dienst tat | |
1858 | |
| Eröffnung eines Kumys -Therapiezentrums durch die Ärzte N. W. Postikow und Tschembulatow in der Nähe von Samara. Postikow beschrieb die Wirkung des Kumys auf den Organismus mit der Formel "nutrit, robat et alterat" - "nährend, stärkend, erneuernd" Hochzeit der Therapiezentren, Gründungen ähnlicher Sanatorien. | |
1959 | |
| Einführung des Produktes Stutenmilch zu Ernährungszwecken in Deutschland durch Dr. R. Storch, Gründer des heutigen Kurgestüt Hoher Odenwald. Ermöglicht wurde dies durch die Gründung der ersten deutschen Stutenmilchfarm von Dr. R. Storch, in Ettenheim Landkreis Lahr, auf der Jungviehweide des Kahlenbergs. Die Herde baute zunächst auf einer Stammstute und später zusätzlich auf drei weiteren zugekauften Stuten auf. Aus diesem Gestüt entwickelte sich das heutige Kurgestüt Hoher Odenwald in Waldbrunn, welches auf den langjährigen Erfahrungen von Dr. Storch aufbaut. Zur Person Dr. Storch: Gründer der ersten Stutenmilchfarm und Einführung der Stutemilch in Deutschland. Angeregt durch sein Studium der Tiermedizin und dem 8-jährigen Aufenthalt in Russland durch Krieg und Gefangenschaft war er von der Qualität und Wirkungsweise der Stutenmilch überzeugt.Durch die russischen Sprachkenntnisse und Literaturnachforschungen konnte Dr. Storch wichtiges Informationsmaterial sammeln und übersetzen. Zusätzlich war er in der Lage, den aktuellen Fortschritten, Entwicklungen und Erfahrungen auf dem speziellen Gebiet - der Stutenmilch in der damalign UdSSR zu folgen und diese in Deutschland umzusetzen. |
1969 | |
| Dr. Storch ermöglichte durch sein Engagement die Durchführung wissenschaftlicher Studien mit Stutenmilch in Deutschland. Studie über die Beobachtungen bei der Verabreichung von Stutenmilch bei therapieresistenten Tuberkulosekranken. Erstes Stutenmilchforum | |
1970-1973 | |
| Umzug der Stutenmilchfarm Lahr nach Waldbrunn unter dem Namen Kurgestüt Hoher Odenwald. Das Gestüt bewirtschaftete als Landauffangbetrieb die umliegenden Flächen des Katzenbuckels und der Gesamtgemeinde Waldbrunn sowie Flächen der Stadt Eberbach. Die 70ha große Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Grünland wurde biologisch extensiv ausgerichtet und sorgte für eine natürliche und ausgewogene Futtergrundlage. Die Pferde wurden in Herdenverbänden, im Offenstall gehalten. Die Stutenmilchproduktion wurde immer weiter entwickelt und ist bis heute einer der Hauptzweige des Gestüts. Die ersten Stutenmilchtrinkkuren wurden durch das Kurgestüt Hoher Odenwald ermöglicht. |
1975 | |
| Entwicklung und Produktion des klassischen Stutenmilchprodukts Kumys im Kurgestüt Hoher Odenwald zu Therapiezwecken. | |
1979 | |
| Dissertation von Dr. Rembalski: Produktion von Stutenmilch unter tierärztlicher und hygienischer Sicht, unterstützt durch das Kurgestüt Hoher Odenwald. | |
1980 | |
| Weiterer Ausbau des Gestütes und Einstieg von Tierarzt Hans Zollmann und Gudrun Zollmann geb. Storch. |
1985 | |
| Dissertation von Dr. Gerhard Storch: Untersuchung über einige Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Stutenmilch und Kumys unter Berücksichtigung diätetischer Fragestellungen, unterstützt vom Kurgestüt Hoher Odenwald. | |
1989 | |
| Anerkennung der Stutenmilchfarm als Demeterbetrieb, biologisch dynamischer Landbau und Einstieg in die Getreideproduktion. Anpachtung von 65 ha des Hofgutes Glashofes einschließlich einiger Stallgebäude. | |
1991 | |
| Meilenstein in der Gestütsgeschichte: Das Deutsch-Kasachische Stutenmilchforum Unter der Führung von Prof. Dr. Zhangabylow aus Alma Ata nahmen mehrere deutsche sowie kasachische Professoren und Ärzte an diesem Gesundheitsforum teil. Ziel dieses Gesundheitsforums war ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch über Stutenmilch sowie Kumys und deren Einsatzgebiete. | |
1995 | |
| Erweiterung des Kurgestütes durch den landwirtschaftlichen Betrieb Faustenhof mit 75 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Dieser Betrieb sowie die dazugehörigen Flächen werden zur Aufzucht der Jungpferde genutzt. Dissertation von Dr. Alexander Bühlbecker: Zur Verwendbarkeit von Stutenmilch, Kumys und Eselmilch als Diätetika und Heilmittel unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse des Säuglings und der Frühgeborenen, unterstützt durch das Kurgestüt Hoher Odenwald. |
1999 | |
| Erweiterung des Kurgestütes durch den ganzen landwirtschaftlichen Betrieb Hofgut Glashof. Dazu kommen 99 ha. Dieser Betrieb wird als Abfohlstall, sowie für den ganztägigen Weidegang der Pferde genutzt. Gesamtfläche nun 322 ha Pferdebestand 232 Tiere Facharbeit von Frau Ute Henschel Stutenmilch als Muttermilchersatzprodukt unterstützt durch das Kurgestüt Hoher Odenwald. |
2003 | |
| Erweiterung des Kurgestüt Hoher Odenwald durch das Hofgut Rineck mit ca.130 ha Nutzfläche und Stallgebäuden. |
2004 | |
| Diplomarbeit von Stephanie Zollmann über die Einführung von Eigenkontrollmaßnahmen für die Stutenmilchverarbeitung unter Einbezug mikrobiologischer Analysenergebnisse unterstützt durch das Kurgestüt Hoher Odenwald. | |
2006 | |
| Bachelorarbeit von Jette Zollmann "Evaluation eines Melkstandes für die Stutenmilchgewinnung und Entwurf baulicher Maßnahmen zur Umsetzung" unterstützt durch das Kurgestüt Hoher Odenwald. | |
2007 | |
| Für unsere Pionierleistung wurde das Kurgestüt Hoher Odenwald mit dem Förderpreises Ökologischer Landbau ausgezeichnet, der von der Bundesregierung unterstützt wird. Wir erhielten den mit 8.000 Euro dotierten 2. Preis, den Bundesminister Horst Seehofer im Rahmen der Grünen Woche in Berlin feierlich verlieh. Die Jury unter Vorsitz von Dr. Helmut Röscheisen vom Deutschen Naturschutzring belohnte unseren Demeter-Betrieb für die Pionierarbeit in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Biostutenmilch und ihren Produkten. Als Nachkommen von Stutenmilchpionier Dr. Rudolf Storch sehen wir darin die Anerkennung seiner 1959 geborenen Idee. |




Gründer der ersten Stutenmilchfarm und Einführung der Stutemilch in Deutschland. Angeregt durch sein Studium der Tiermedizin und dem 8-jährigen Aufenthalt in Russland durch Krieg und Gefangenschaft war er von der Qualität und Wirkungsweise der Stutenmilch überzeugt.












